Blumenlexikon
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Die Calla – Die wohl eleganteste aller Blumen

Alle Informationen zur Calla

Sie ist edel und anmutig wie keine andere Blume: Die Calla wurde wegen ihrer kelchartigen Hochblätter schon von den Griechen und Römern zur Dekoration bei Feierlichkeiten verwendet. Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Familie: Nelkengewächse
Wissenschaftlicher Name: Zantedeschia
Blütezeit: je nach Sorte von Januar – Oktober
Verbreitung: Afrika

Blüte oder Blatt?

Wussten Sie, dass der Teil, den wir für die Blüte halten, eigentlich ein Blatt ist? Der gefärbte Teil der Blume ist ein sogenanntes Hochblatt, die Spatha. Ihr Farbspektrum reicht von Weiß über Gelb bis hin zu dunklem Rot. Während die Calla eine Zeit lang eher als Trauerblume bekannt war, wird sie heutzutage genau gegenteilig verwendet. Sie findet sich oft in edlen Arrangements wie Brautsträußen wieder. Kein Wunder, schließlich ist ihr Name Programm: Calla kommt vom griechischen Wort „kalos“, was übersetzt „wunderschön“ bedeutet. Bei diesem Namen erstaunt auch ihre Bedeutung nicht: Verschenkt man eine Calla, möchte man damit Faszination und Anerkennung ausdrücken.

Pflegetipps für die Calla als Schnittblume

Im Gegensatz zu vielen anderen Schnittblumen sollte die Calla nicht schräg, sondern gerade angeschnitten werden. Zudem benötigt sie viel Wasser. Da die afrikanische Schönheit etwas empfindlich ist, sollte sie so wenig wie möglich und nur sehr vorsichtig berührt werden, sonst bilden sich unschöne Druckstellen. Besonders gut kommt sie übrigens in einer hohen Vase zur Geltung. Bei mehreren Blüten in einer Vase sollte darauf geachtet werden, dass die Blumen nicht zu eng stehen.

So pflegen Sie Ihre Calla im Topf

Stellen Sie Ihre Calla an einen hellen Platz mit direkter Sonneneinstrahlung, aber ohne Mittagssonne. Gießen Sie sie während der Austriebs- und Blütephase häufig und großzügig. Da die Pflanze ursprünglich aus Sumpfgebieten stammt, benötigt sie jetzt viel Wasser und darf sogar gelegentlich im Wasser stehen. In der Wachstumsphase freut sich Ihre Calla alle 14 Tage, in der Blütephase einmal wöchentlich über etwas Flüssigdünger.

Nach ihrer Blütephase, die meist zwischen drei und acht Wochen andauert, benötigt Ihre Calla vor allem etwas Ruhe. Stellen Sie das Düngen ein und gießen Sie nur noch sehr reduziert. Am wohlsten fühlt sich Ihre Calla nun bei einer Temperatur von etwa 10 – 16 °C. Auch in dieser Phase benötigt sie jedoch viel Licht – wählen Sie also einen hellen Standort.

Vor allem im Herbst können Sie Ihre Pflanze auch nach draußen stellen. Es gibt jedoch nur sehr wenige winterharte Sorten, die Frost gut vertragen. Am besten holen Sie die Kübel über den Winter also ins Haus.

Regelmäßig umtopfen

Während andere Pflanzen nur umgetopft werden sollten, wenn es ihnen im Topf zu eng wird, freut sich die Calla jedes Jahr über frische Erde. Durch die regelmäßige Düngung während der Blütephase können sich Nährstoffe in schädlich hoher Konzentration in der Erde absetzen – deswegen sollte die Erde regelmäßig ausgetauscht werden.

Im Idealfall sollten Sie die Calla im September, nachdem die Pflanze Ihre Blätter verloren hat, oder im Februar umtopfen, kurz bevor die Wachstumsperiode wieder beginnt. Tragen Sie bei der Arbeit Handschuhe, da die Calla dazu neigt, Schleimhäute leicht zu reizen. Legen Sie zudem eine Unterlage auf Ihren Arbeitsplatz, da der Saft der Calla ansonsten unschöne und schwer zu entfernende Flecken auf Holz und anderen Oberflächen hinterlassen kann.

Als Substrat bietet sich ganz normale Garten- oder Blumenerde an. Wichtig ist nur, dass diese verhältnismäßig frisch ist und nicht schon vor mehreren Monaten geöffnet wurde. Der Topf sollte sauber und so groß sein, dass die Knolle zu jeder Seite noch ca. 2 – 3 Zentimeter Platz hat.

Da die Calla in der Ruhephase nur wenig Wasser verträgt, sollten Sie eine Möglichkeit schaffen, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Geben Sie auf den Boden Ihres Topfes oder Kübels einfach ein paar Tonscherben oder etwas Bimsstein, bevor Sie ihn mit der Erde auffüllen. Außerdem können Sie der Erde etwas Sand beimischen.

Spülen Sie die Wurzeln Ihrer Pflanze behutsam unter lauwarmem Wasser ab und kürzen Sie überlange Wurzeln. Setzen Sie Ihre Pflanze 5 – 7 Zentimeter tief in die Erde und drücken Sie sie etwas an. Danach freut sie sich über ein kurzes Tauchbad.

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