Blumenlexikon
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Sonnenblumen – das Symbol für Sommer und gute Laune!

Sonnenblume in der Sonne

Sie sind kräftig und stolz, gleichzeitig aber auch fröhlich und unkompliziert: Keine andere Blume ist in unseren Köpfen so sehr mit dem Sommer und der zugehörigen Unbeschwertheit verzahnt wie die Sonnenblume. Wir haben Ihnen interessante Fakten und nützliche Tipps zusammengetragen.

wissenschaftlicher Name: Helianthus Annuus
Gattung: Korbblütler
Herkunft: Noramerika und Mexiko
Blütezeit: von Juli bis Oktober
Bedeutung: „Ich habe nur Augen für dich!“

„Wende dein Gesicht der Sonne zu…

… dann fallen alle Schatten hinter dich.“ Ein beliebtes Sprichwort – und für Sonnenblumen quasi das Motto der ersten Wachstumsphase. Wer eine Sonnenblume im Tagesverlauf beobachtet, wird feststellen, dass ihr Kopf und die flache Seite der Blätter morgens nach Osten geneigt sind. Mittags steht die Pflanze so aufrecht wie möglich, bevor sie sich mit dem weiteren Tagesverlauf langsam nach Westen neigt. Dieser Vorgang nennt sich Heliotropismus, vom griechischen Wort für Sonne, „helios“. Die Sonnenblume richtet ihren Trieb so aus, dass sie immer das Maximum an Sonnenschein erhält. Durch eine unterschiedlich starke Produktion des Pflanzenhormons „Auxin“ in den unterschiedlichen Stängelseiten wachsen die beiden Seiten unterschiedlich stark – und die Sonnenblume neigt sich jeweils in die Richtung mit dem geringeren Wachstum.

Im Alter im Osten

Während früher davon ausgegangen wurde, dass sich eine Sonnenblume während ihres gesamten Lebens der Sonne zuwendet, wissen wir mittlerweile, dass die Bewegung im Alter stagniert. Bei einer ausgewachsenen Sonnenblume bleibt die Blüte dauerhaft in Richtung Osten ausgerichtet.

Wird die Blume im Alter einfach faul? Nein. Sie sorgt nur für eine bestmögliche Fortpflanzung. Denn durch die dauerhafte Ausrichtung nach Osten erwärmen sich ihre Blüten besonders schnell – und locken so optimal Insekten an, die morgens zur Nahrungssuche aufbrechen. Der Wissenschaftler Winslow Briggs konnte nachweisen, dass so fünfmal mehr Insekten angezogen werden konnten als durch Pflanzen der gleichen Gattung, deren Blüten nicht nach Osten geneigt waren.

Nach einem Jahr ist Schluss

Die Sonnenblume wächst vergleichsweise extrem schnell. Das muss sie auch, denn sie gehört zu den sogenannten einjährigen Pflanzen und muss jedes Jahr neu angepflanzt werden.

Ursprünglich stammt die Gute-Laune-Pflanze aus Nordamerika und wurde bereits vor 4.500 Jahren im Einzugsgebiet des Mississippi und auch in Mexiko angebaut. 1552 brachten spanische Seefahrer die ersten Sonnenblumenkerne nach Europa.

Mittlerweile zählen wir ca. 60 Unterarten der Sonnenblume. Die meisten Arten bilden nur einen Blütenkopf aus – es gibt allerdings auch Arten mit mehreren Blütenköpfen. Die Größe der Köpfe variiert sowohl in der Größe (bis zu 60 cm Durchmesser) als auch in der Farbe.  Neben den klassischen gelben Blütenblättern sind auch orangene, rote oder bräunliche Blütenblätter mit farblich abgesetzten Blütenspitzen möglich.

Die Höhe der Sonnenblumenarten variiert ebenfalls stark. Von ca. 20 cm bis 4,80 m sind alle Größen möglich, je nach Art und Wuchsbedingungen. Im Kübel auf der Terasse bleibt eine Sonnenblume meist kleiner als in freier Wildbahn.

Tipps zur Aufzucht einer Sonnenblume

Sonnenblumen sind recht einfach aufzuziehen. Ab April können Sie die Kerne einfach in einen Kübel oder in Ihr Beeet aussäen. Im Beet sollten Sie einen Abstand von ca. 50 cm einhalten.

Sonnenblumen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Düngen und gießen Sie sie regelmäßig und sorgen Sie für einen sonnigen Standort. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich von Juli bis Oktober über traumhaft schöne Sonnenblumen freuen.

Die Kerne Ihrer Sonnenblumen können Sie im nächsten Jahr für die neue Aussat nutzen. Zu deisem Zweck sollten Sie die betreffenden Blütenköpfchen und somit die Kerne jedoch vor Vögeln schützen, da diese sie sonst fressen. Spannen Sie einfach ein kleines Netz über den Blütenkopf einer besonders schönen Pflanze.

Pflegetipps für Schnittblumen

Sonnenblumen sind auch in der Vase ein optisches Highlight für jeden Raum. Damit sie sich lange an ihren Sonnenblumen erfreuen können, empfehlen wir, die Stiele schräg anzuschneiden. Wie der Name schon verrät, stehen Sonnenblumen gerne an einem Ort mit viel direkter Sonneneinstrahlung. Am liebsten haben Sonnenblumen lauwarmes Wasser, wobei die Blätter, die mit dem Wasser in Berührung kommen, entfernt werden sollten. Mit ein bisschen Frischhaltemittel im Wasser können Sie sich lange an ihren Sonnenblumen erfreuen.
Weitere Tipps zur Blumenpflege

Sonneblumen – absolut kernige Typen!

Die Sonnenblume ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr nützlich. Die Kerne bestehen ca. zur Hälfte aus hochwertigem Öl, welches wiederum zu ca. zwei Dritteln aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Diese kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen. Neben der Nutzung als Öl, Speisefett oder in Mayonnaise werden die Kerne durch ihren hohen Eiweißanteil auch als Knabberei immer beliebter. Probieren Sie es aus!

Da die Sonneblumen so schnell wachsen, werden sie auch gerne für die Gewinnung von Vogelfutter verwendet. Die Öle werden jedoch nicht nur für die Nahrungsmittelindustrie genutzt, sondern finden auch Anwendung als Schmiermittel oder Weichmacher. Rückstände der Ölpressung, der sogenannte „Ölkuchen“, ist ein beliebtes Viehfutter.

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