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Frühlingsanfang: Wann der Frühling wirklich beginnt

Frühlingsanfang: Wann der Frühling wirklich beginnt

Jedes Jahr im März ist er da – der Frühlingsanfang. Viele sehnen ihn herbei, denn der Frühling ist eine sehr beliebte Jahreszeit. Frühlingsgefühle, die Natur erwacht zum Leben und die Tage werden immer länger… Eigentlich hat der Frühling nur Vorteile oder? Etwas schwierig ist hingegen die Bestimmung, wann der Frühling tatsächlich beginnt. Denn auf diese Frage gibt es nicht nur eine Antwort. Astronomie, Meteorologie und Phänologie bieten verschiedene Ansätze. Wir erlären sie Ihnen einfach und verständlich.

Tagundnachgleiche: Der astronomische Frühlingsanfang

Kommen Sie bei den unterschiedlichen Frühlingsanfängen auch durcheinander?! Falls ja, können wir das sehr gut nachvollziehen. Zunächst einmal: Der astronomische Frühlingsbeginn ist gleichzeitig auch der kalendarische.

Laut den Astronomen beginnt der Frühling mit der Tagundnachtgleiche (Äquinoktium), also dem  Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht exakt gleich lang sind. Das passiert zweimal im Jahr und markiert jeweils den Beginn des Frühlings oder des Herbstes. Der Frühlingsbeginn fällt aus astronomischer Sicht immer auf die Tage 19., 20. oder 21. März.

Die Tagundnachtgleiche findet nicht immer am gleichen Datum statt, da die Sonne zum Umrunden der Erde im Durchschnitt mehr als 365 Tage benötigt. Dadurch verschiebt sich die Tagundnachtgleiche in jeder Zeitzone von Jahr zu Jahr um etwa sechs Stunden nach hinten. Das Schaltjahr gleicht diese Verschiebung dann wieder aus.

Der astronomische Frühlingsanfang in Deutschland in den nächsten Jahren:
20. März 2018, 17:15 Uhr
20. März 2019, 22:58 Uhr
20. März 2020, 04:49 Uhr
20. März 2021, 10:37 Uhr
20. März 2022, 16:33 Uhr

Der meteorologische Frühlingsanfang

Der meteorologische Frühlingsanfang wurde von der UN-Weltorganisation für Meteorologie festgelegt. Jede Jahreszeit dauert laut der Meteorologen drei Monate und beginnt jeweils am ersten des Monats. Der Frühling beginnt am ersten März, der Sommer z. B. am ersten Juni.

Aber wieso weichen die Meteorologen von der astronomischen Bestimmungsweise ab? Ganz einfach: Die Meteorologie beschäftigt sich mit dem Klima und dem Wetter. Ihre Untersuchungen ermöglichen es, Wettervorhersagen zu tätigen. Würden sie sich dabei an den kalendarischen Frühlingsbeginn halten, wäre die Dauer der Jahreszeiten von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Das würde die Auswertung und den Vergleich erschweren. Durch die Verschiebung auf den ersten des Monats lassen sich die Jahre und Monate bei Messungen und Statistiken besser vergleichen.

Die Dauer der Jahreszeiten aus meteorologischer Sicht:
Frühling: März bis Mai
Sommer: Juni bis August
Herbst: September bis November
Winter: Dezember bis Februar

Die Natur erwacht zum Leben: Der phänologische Frühlingsanfang

Die Phänologie beschäftigt sich mit dem Wachstum und der Entwicklung von Tieren und Pflanzen. Pflanzen sind für Phänologen in Bezug auf die Jahreszeiten besonders interessant.

Wann fängt welche Pflanze an zu blühen oder zu wachsen? Zu welchem Zeitpunkt war das in den vergangenen Jahren der Fall? Wie unterscheiden sich diese Faktoren in den unterschiedlichen Klimagebieten? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigen sich Phänologen.

Phänologisch ist daher der Frühling in die Phasen Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling eingeteilt. Die jeweilige Phase beginnt mit der Blütezeit von festgelegten Pflanzen/Blumen. Je nach Klimagebiet beginnen die Phasen daher zu verschiedenen Zeitpunkten.

Der Vorfrühling beginnt, sobald die Haselnuss und das Schneeglöckchen zu blühen beginnen. Der Erstfrühling wird mit der Blüte der Forsythie und der Blattentfaltung der Stachelbeere eingeleitet. Die dritte und letzte Phase (Vollfrühling) beginnt, wenn der Apfelbaum und der Flieder zu blühen anfangen und die Stiel-Eiche ihre Blätter entfaltet.

Achten Sie doch bei Ihrem nächsten Spaziergang mal darauf, welche Pflanze bereits in Blüte steht oder wo sich die ersten grünen Blätter bilden. Welche Schnittblumen den Frühling einläuten, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Narzisse, Hyazinthe & Co.: Frühlingsblüher im Portrait„. Wenn Sie nicht mehr auf den Frühlingsanfang in der freien Natur warten möchten, können Sie sich mit fröhlich bunten Sträußen und Pflanzen den Frühling in die eigenen vier Wände holen. Mit Türkränzen wünschen Sie Ihren Gästen ein frühlingshaftes Willkommen.

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