Schöner leben mit Blumen
Kommentare 1

Lieblings-Herbstgemüse Kürbis: Alle Infos, Tipps & die besten Rezepte

Der Kürbis - Infos, Tipps und Rezepte

Ob als Nahrungsmittel oder als Halloween-Deko: Der Kürbis wird immer beliebter bei den Deutschen. Und das zu Recht. Denn Kürbisse sind nicht nur flexibel einsetzbar und super lecker, sondern auch reich an Vitaminen, Kalium, Zink und anderen Nährstoffen. Wir haben Ihnen nützliche Tipps und leckere Rezepte zusammen getragen.

Der Kürbis – streng genommen eine Beere

Klingt komisch, ist aber so. Botanisch gesehen gehört der Kürbis zu den Beeren. Genau wie z. B. die Gurke, die Melone und die Tomate. Die Erdbeere hingegen ist streng genommen keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht.

Beeren zeichnen sich vor allem durch ihr weiches Fruchtfleisch aus, das die Samen bzw. Kerne umhüllt. Meist handelt es sich um mehrere Samen, es gibt aber auch einsamige Beeren wie z. B. die sogenannte Wunderbeere. Da die Kerne bei Beeren vom Fruchtfleisch umschlossen sind, sprechen wir auch von einer Schließfrucht. Und genau um so eine Schließfrucht handelt es sich beim Kürbis. Wegen der Härte seiner äußeren Hülle wird er wie auch die Melonen zudem als „Panzerbeere“ bezeichnet.

Zählen Kürbisse denn nun zum Obst oder zum Gemüse? Irgendwie beides. Denn obwohl er nach der botanischen Definition zum Obst gehört, sprechen wir auch von Gemüse. Nicht nur findet er häufig Verwendung in deftigen Speisen und wird oft vor dem Verzehr gekocht , er wächst auch am Boden und wird nur einjährig kultiviert – Eigenschaften, die wir dem Gemüse zuordnen. Hinzu kommt, dass der Begriff „Gemüse“ nicht eindeutig definiert ist. Oft sprechen wir bezüglich des Kürbisses daher auch von Fruchtgemüse.

So gesund: Das Multitalent Kürbis

Kaum zu glauben, aber Anfang des 20. Jahrhunderts war der Kürbis vor allem als Arme-Leute-Essen bekannt und wurde häufig als Viehfutter verwendet. Heute ist er aus der Herbstküche nicht mehr wegzudenken und überzeugt unter anderem mit nur ca. 25 Kilokalorien pro 100 Gramm.  Zum Vergleich: Kartoffeln liefern ca. 80 Kilokalorien pro 100 Gramm, Äpfel ca. 50.

Das Fruchtfleisch des Kürbisses enthält von Natur aus wenig Fett und Eiweiß. Das enthaltene Eiweiß ist jedoch sehr hochwertig und fördert die Insulinbildung. Neben diesem hochwertigen Eiweiß enthält der Kürbis zudem Citrullin, dass sie Ausscheidung von Stoffwechselabbauprodukten beschleunigen und somit die Entgiftung fördern kann. Zudem überzeugt der Kürbis durch einen hohen Gehalt an Kalzium, Kalium und Zink sowie einen geringen Natriumgehalt.

Nicht nur das Fleisch des Kürbisses ist extrem beliebt bei den Deutschen –  auch die Kerne sind aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken. Ob auf dem Brötchen oder im Salat, als Öl oder als Knabberei: Kürbiskerne sind reich an Vitamin A, B, C und E und enthalten wichtige Aminosäuren  sowie Eisen, Kalzium, Magnesium, Fluor, Kalium, Selen, Kupfer, Zink, Phosphor und Mangan. Allerdings sollten wir auch die Energiezufuhr nicht unterschätzen. 100 Gramm liefern ca. 500 Kilokalorien! Zudem besteht der Kürbiskern ca. zur Hälfte aus Fett. Auch hier gibt es aber gute Nachrichten: Es handelt sich zu einem großen Teil um die „guten“, ungesättigten Fettsäuren, die unseren Cholesterinspiegel senken können und wichtig für unsere Ernährung sind.

So finden Sie den perfekten Kürbis

Ob im Supermarkt oder im Garten: Wie finde ich denn nun den perfekten Kürbis für mein Gericht? Zuerst einmal sollten Sie sich für eine Sorte entscheiden. Die Eigenschaften der drei beliebtesten Sorten haben wir Ihnen zusammengestellt:

Hokkaido

Butternut

Muscade de Provence

Hokkaido Kürbis Butternut Kürbis Kürbis Muscade de Provence
fein, nussartig aromatisch kernarm, süßlich cremig, viel Fleisch, wenige Kerne nussige Note, leicht nach Muskat, nicht sehr süßlich
zum Füllen, für Gratin, zum Überbacken, Suppe, Püree, Süßspeise, roh essbar als Rohkost zum Braten, Backen, Püree, Suppe, Kuchen, aber auch roh für Salate oder asiatische Gerichte. zum Braten, Backen, für Püree, Suppe, Kuchen, Konfitüre usw.
Die Schale kann mit verzehrt werden. Nur, wenn Sie den Kürbis nur kurz anbraten, würden wir Schälen empfehlen. Bei kurzer Garzeit lieber schälen, bei langer Garzeit kann die Schale mitverzehrt werden. Bei kurzer Garzeit lieber schälen, bei langer Garzeit kann die Schale mitverzehrt werden.
Lagerzeit 6 Monate Lagerzeit 1 Jahr Lagerzeit 6 Monate

Haben Sie sich für eine Sorte entschieden, sollten Sie ein paar kurze Tests durchführen, um zu schauen, ob Ihr Kürbis reif ist.

  • Der Stiel und auch der Ansatz müssen hart und trocken sein.
  • An der Schale sollten keine grünen Stellen mehr zu sehen sein.
  • Klopfen Sie leicht an den Kürbis. Das Klopfgeräusch sollte eher hohl klingen.

Tipp: Sollten Sie den Kürbis kaufen, wählen Sie tendenziell eher kleinere Exemplare. Diese haben in der Regel festeres, weniger faseriges Fruchtfleisch und einen intensiveren Geschmack.

Die richtige Lagerung

Was viele nicht wissen: Kürbisse lassen sich perfekt lagern und spenden so den gesamten Winter lang Freude – vorausgesetzt natürlich, sie wurden nicht angeschnitten und weisen keine Schadstellen auf. Im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten verlieren Sie während der Lagerung auch nur minimal an Vitaminen und Nährstoffen.

Unsere Tipps für eine perfekte Lagerung:

  • Ernten oder kaufen Sie Ihren Kürbis reif. Sollte er die oben genannten Merkmale noch nicht aufweisen, lassen Sie ihn noch an der Pflanze. Wenn Sie etwas Stroh unter die Frucht legen, vermeiden Sie Fäulnis.
  • Lassen Sie vor allem große Exemplare nach der Ernte ruhig noch ca. 14 Tage an einem warmen Ort liegen, um sie ausreifen zu lassen.
  • Untersuchen Sie die Schale auf Schadstellen. Bitte waschen Sie sie nicht ab.
  • Belassen Sie den Stiel unbedingt an der Frucht. Kürzen Sie ihn auf ca. 1 cm.
  • Lagern Sie den Kürbis in einem kühlen Vorratsraum oder im Keller. Eine Temperatur zwischen 10 und 14 Grad ist ideal.
  • Die Optimallösung: Für eine perfekte Lüftung sorgen Sie, wenn Sie die Kürbisse in einem Netz aufhängen.

Sollten Sie für eine solche Lagerung nicht genügend Platz haben, können Sie Kürbis auch gut einfrieren. Schneiden Sie den Kürbis in Scheiben und blanchieren Sie diese kurz. Danach lassen sie sich perfekt einfrieren.

Beliebte Rezepte

Wir haben für Sie Probe gekocht und nach einigen netten Abenden die folgenden Rezeptideen für besonders gut befunden. Probieren Sie sie aus – wir freuen uns auch immer über Ihre Rückmeldug in den Kommentaren!

Cremige Kürbissuppe mit Kürbiskernen (Hokkaido)

Herbstlicher Salat mit gebratenem Kürbis (Hokkaido oder Butternut)

Salat aus gebackenem Ofengemüse mit Orient-Dressing (Hokkaido oder Butternut)

Kürbis-Flammkuchen

Gebackene Hähnchenkeulen mit Champignons und Kürbis (Muscade de Provence)

Grünes Curry mit Kürbis (Hokkaido)

Glasierter Butternut-Kürbis mit Wildreisfüllung

Kürbis-Lasagne (Hokkaido)

Der Kürbis als Deko-Highlight: So schnitzen Sie eine Laterne

Neben des Einsatzes in der Küche freut sich der Kürbis vor allem zu Halloween über einen großen Auftritt als Deko-Highlight. Und das Beste: Eine Kürbis-Laterne zu erstellen, ist super einfach!

  • Ob Freestyle oder nach einer Schnitzvorlage: Überlegen Sie sich, wie Ihre Kürbislaterne aussehen soll und besorgen Sie einen Kürbis in der entsprechenden Größe und Forn.
  • Wischen Sie den Kürbis von außen ab, im Idealfall nur trocken.
  • Übertragen Sie die Schnitzvorlage oder Ihr gedankliches Motiv mit einem Stift oder einem scharfen Messer auf die Kürbisschale. Alternativ gibt es kleine Stachelrädchen, mit dem Sie die Vorlage übertragen können.
  • Stechen Sie mit einem scharfen Messer in die vorgezeichnete Deckelöffnung, schneiden Sie an der Markierung entlang und trennen Sie den Deckel ab.
  • Holen Sie die groben Fasern und Kerne mit der Hand oder einem Löffel aus dem Kürbis und entsorgen Sie sie. Wenn Sie nicht alle Fasern und Kerne entfernt bekommen, können Sie z.B. mit einem Eisportionierer oder einem ähnlichen Schabgerät nachhelfen.
  • Trennen Sie mit dem Eisportionierer nun auch das Fruchtfleisch heraus. Dieses können Sie zum Kochen verwenden. Entnehmen Sie so viel Fruchtfleisch, dass Sie, wenn Sie im Kürbis eine Taschenlampe anschalten, das Licht von außen sehen können.
  • Fahren Sie nun mit einem scharfen Messer fort, die Aussparungen aus der Kürbishülle heraus zu trennen. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland in jedem Euro-Laden spezielle kleine Werkzeuge, die Sie ebenfalls benutzen können. Mit diesen können Sie auch halbtransparente Bereiche durch Abschaben der Haut gestalten.
  • Wischen Sie den Kürbis von außen ab  und sprühen Sie vor allem die Schnittbereiche mit Haarspray ein. Ein regelmäßiges Ansprühen kann die Lebensdauer Ihrer Kürbislaterne etwas verlängern.

Unser Tipp: Halloween wird auch in Deutschland immer wichtiger. Überraschen auch Sie Ihre Lieben zum 31.10. mit einem schaurig schönen Blumenstrauß von valentins.de!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

1 Kommentare

  1. Pingback: Halloween-Deko und gruselige Überraschungen - Valentins Freude-Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.