Geschenkideen
Kommentare 1

Eier, Hasen und Co: Die wichtigsten Osterbräuche kurz erklärt

Die wichtigsten Osterbräuche im Überblick

Haben Sie sich auch schon des Öfteren gefragt, warum uns ein Hase die Ostereier bringt? Hasen legen doch keine Eier? Und warum eigentlich gerade Eier? Wir haben für Sie die Hintergründe der wichtigsten Osterbräuche kurz und knapp zusammengefasst.

Ostereier: Ein Zeichen des Lebens

Klein, rund und vielseitig einsetzbar. Das Ei gehört für uns heute zu unserem Alltag. Schon seit Urzeiten symbolisiert es allerdings auch den Ursprung allen Lebens. Aus einer starren Hülle schlüpft etwas Lebendiges – dieses Wunder hat die Menschen schon immer fasziniert. Und das Ei schon zu den Anfängen des Christentums zu einem Symbol der Auferstehung werden lassen. Damit eignet es sich natürlich perfekt als Hauptsymbol für Ostern.

Neben all der Symbolik gibt es aber vielleicht auch einen sehr praktischen Grund für die vielen Eier zu Ostern. Während der Fastenzeit war es früher nicht nur untersagt, Fleisch zu essen. Auch Eier durften nicht verzehrt werden. Dementsprechend sammelten sich bis zum Osterfest einige Eier an, die schnellstens gegessen werden mussten.

Die Tradition, Eier zu bemalen, ist übrigens vergleichbar alt. Der älteste Fund deutet darauf hin, dass bereits im vierten Jahrhundert nach Christus Eier bemalt wurden.

Heute ist das bunte Ei als Deko-Element nicht mehr aus der Osterzeit wegzudenken. Auch bei Valentins finden Sie viele Sträuße mit bunt bemalten Deko-Eiern. Die Oster-Kollektion im Überblick

Deutlich jünger als das Ei: Der Hase als Ostersymbol 

Während das Ei schon früh mit Ostern verbunden wurde, gelang es dem Osterhasen erst deutlich später, sich durchzusetzen. Zwar sahen schon die Byzantiner den Hasen als Zeichen Christi – es gab jedoch einige Konkurrenz, gegen die sich das Langohr zu behaupten hatte. So brachte in der Schweiz der Kuckuck die Eier, in Westfalen und der Gegend um Hannover der Fuchs und in Thüringen der Storch. Am nähesten an der Biologie hielten sich noch Österreich, Oberbayern und Schleswig-Holstein. Hier brachte der Hahn die Ostereier.

Die erste Überlieferung des Hasen als Osterbeschenkers  stammen aus dem Jahr 1678. Neben der byzantinischen Verbindung zu Christus symbolisiert der Hase in vielen Augen wegen seiner schnellen Vermehrung auch Fruchtbarkeit und Leben. Zudem wird er als deutlich niedlicher als Hahn, Storch und Fuch wahrgenommen. Wahrscheinlich setzte er sich aus diesen Gründen im Laufe des 19. Jahrhunderts als Eierbringer zu Ostern durch – obwohl natürlich die meisten Kinder schnell merken, dass Hasen keine Eier legen.

Auch den Osterhasen finden Sie übrigens als Dekorations-Element in unseren Oster-Sträußen.

Osterfeuer und Osterkerze

Vor allem in den ländlichen Regionen Deutschlands gibt es wenige Orte, in denen es kein Osterfeuer gibt. Hier handelt es sich neben den Eiern wahrscheinlich um den ältesten aller Osterbräuche. Denn bereits lange vor dem Christentum wurde mit Feuer die Sonne begrüßt, damit sie Fruchtbarkeit und Wachstum brachte. Das Feuer symbolisierte den Sieg über den Winter und das Erwachen aus einer langen Zeit der Kälte. Diese Bräuche wurden im 8. Jahrhundert auf das Christentum übertragen. Hier symbolisiert das Feuer die Auferstehung Christi, der als Licht der Welt die Finsternis erhellt.

Oft am Osterfeuer angezündet wird die Osterkerze, deren Licht ebenfalls für den auferstandenen Jesus und seinen Sieg über den Tod steht.

Osterbräuche in anderen Ländern

Natürlich wird Ostern als christliches Hochfest auch in anderen christlichen Ländern gefeiert. Fast überall genießen die Menschen am Ostersonntag ein Festmahl. Abgesehen davon gibt es aber große Unterschiede.

In spanischsprachigen katholisch geprägten Ländern wie z. B. Mexiko wird sogar über eine Woche lang gefeiert: Die „Semana Santa“, die heilige Woche ab Palmsonntag endet mit der „Pascua“, dem Ostersonntag. Die Mexikaner haben längst nicht so viel Urlaub wie wir Deutschen. Die Osterfeiertage nutzen daher fast alle Mexikaner, um Urlaub zu machen. Öffentliche Einrichtungen sind größtenteils geschlossen, damit alle an Messen, Prozessionen, und Passionsspielen teilnehmen können. Den Osterhasen und Ostereier kennen die Mexikaner übrigens nur selten.

Wie so oft nehmen in den skandinavischen Ländern heidnische Osterbräuche einen größeren Stellenwert ein als bei uns. In Schweden wird das Osterfest mit Feuerwerk begrüßt, am Osterfeuer werden Osterhexen verjagt. Osterdonnerstag und –Samstag ziehen viele Kinder in Schweden als „påskkärring“ (Osterhexe) verkleidet durch die Orte. Sie wünschen frohe Ostern und verschenken kleine selbstgemalte Bilder. Im Gegenzug werden sie mit Süßigkeiten und manchmal auch etwas Geld belohnt. In Finnland ziehen die Kinder am Ostersonntag mit viel Krach durch die Straßen, um Hexen und böse Geister zu vertreiben.

Ostereier gibt es auch bei den Skandinaviern, allerdings eher als Süßigkeit in den Supermärkten. Versteckt werden die Eier nur selten. Osterhexen haben in Skandinavien einen deutlich höheren Stellenwert als der Osterhase, den man hauptsächlich aus deutsch-stämmigen Supermarktketten kennt.

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.