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Der Weihnachtsstern – So schön leuchtet die Weihnachtszeit!

Der Weihnachtsstern - das Symbol für die Adventszeit!

Die Weihnachtszeit ohne einen Weihnachtsstern auf dem Fensterbrett? Für die meisten Deutschen undenkbar. Während den Rest des Jahres die Topf-Orchidee die Beliebtheitsskala anführt, zieht im November und Dezember unsere Lieblings-Weihnachtspflanze mit den üppigen Hochblättern an ihr vorbei. Mehr als 36 Millionen verkaufte Weihnachtssterne in den letzten Wochen des Jahres 2016: Eine beeindruckende Bilanz! Wir stellen Ihnen eines der wichtigsten Symbole für die Weihnachts- und Adventszeit im Detail vor.

Wissenschaftlicher Name: Euphorbia pulcherrima
Familie: Wolfsmilchgewächse
Herkunft: Mittel- und Südamerika
Blütezeit: November – Januar

Das Märchen von den roten Blütenblättern

Obwohl der Weihnachtsstern mittlerweile in vielen verschiedenen Farben erhältlich ist, dominiert weiterhin die Farbe Rot – und das mit circa 85 Prozent aller verkauften Pflanzen! Vorsichtig sein sollten wir aber, wenn wir von roten Blütenblättern sprechen. Streng genommen handelt es sich bei den großen roten Blättern nämlich nicht um die Blüte, sondern um Hochblätter, die sogenannten Brakteen. Die eigentlichen Blüten finden wir in der Mitte des Weihnachtssterns – ja, genau. Die unscheinbaren, grün-gelblichen Knubbel. Ein ähnliches Phänomen kennen Sie vielleicht schon von z. B. der Calla.

Gar nicht so einfach: So wählen Sie den richtigen Weihnachtsstern

Vielleicht ist es Ihnen auch schon so ergangen: Sie haben auf der Verkaufsfläche vor dem Gartenmarkt einen prächtigen Weihnachtsstern gefunden und freuen sich nun darauf, wie er auf Ihrer Fensterbank wirkt. Aber schon nach wenigen Tagen wirft er alle Blätter ab. Das kann gut passieren – und ist eine Reaktion auf einen Kälteschock. Unser Weihnachtsstern reagiert auf Kälte nämlich etwas empfindlich. So richtig wohl fühlt er sich bei einer Temperatur zwischen 20 und 22 ° Celsius. Bis 15 ° C darf die Temperatur kurzzeitig fallen, bis 24 ° C kurzfristig steigen. Werte außerhalb dieses Bereichs sowie kühle Zugluft führen aber zum Abwerfen der Blätter.

Achten Sie also darauf, dass Sie einen Weihnachtsstern kaufen, der im Warmen und vor Zugluft geschützt steht. Wickeln Sie Ihren Weihnachtsstern nach dem Kauf in Papier oder auch ein altes Handtuch ein, bevor Sie den Laden verlassen. Nehmen Sie ihn bei niedrigen Temperaturen ungeschützt mit ins Freie, erhält er schon nach wenigen Minuten einen Kälteschock.

Schauen Sie sich vor dem Kauf auch die Erde des Weihnachtssterns an. Ist sie komplett durchnässt, wollte sich der Verkäufer Arbeit sparen und hat auf Vorrat gegossen. Das mag unser Weihnachtsstern aber leider gar nicht und die Wurzeln können anfangen zu faulen. Das Resultat? Sie ahnen es: Der Weihnachtsstern wirft seine Blätter ab. Auch das andere Extrem, zu trockene Erde, ist nicht gut, da die Wurzel auch hier Schaden nehmen kann. Leicht feuchte Erde ist hingegen ideal.

An den Blüten können Sie ablesen, wie lange Sie noch Freude an dem Weihnachtsstern vor Ihnen haben werden. Im Idealfall sind sie gelb-grün und noch knospig. Sehen Sie hingegen schon die kleinen Staubblätter, steht die Pflanze schon in voller Blüte und wird bald anfangen zu verblühen.

Ein leichtes Klopfen gegen den Topf des Weihnachtssterns verrät Ihnen den Zustand der Blätter. Fallen beim Klopfen Blätter ab, sollten Sie eine andere Pflanze wählen. Bleiben Sie jedoch an der Pflanze, sehen buschig und vital aus und weisen keine Beschädigungen oder Risse auf, haben Sie Ihren perfekten Weihnachtsstern gefunden!

Der ideale Standort für unseren Weihnachtsstern

Das hört sich bislang alles furchtbar kompliziert an? Ist es aber gar nicht. Haben Sie einmal den richtigen Weihnachtsstern gefunden, fühlt dieser sich bei Ihnen zuhause schnell wohl – vorausgesetzt, Sie sorgen für die richtige Temperatur zwischen 20 und 22 ° Celsius.

Der Weihnachtsstern mag es am liebsten hell bis leicht sonnig. Eine Fensterbank an einem Ost- oder Westfenster ist ideal. Im Winter darf es auch ein Fenster auf der Südseite sein, da die Sonne ja nicht zu kräftig scheint. Denken Sie auf jeden Fall daran, die Pflanze vor Zug- oder zu heißer Heizungsluft zu schützen.

So gießen Sie den Weihnachtsstern richtig

Schon im Abschnitt zum Kauf des richtigen Weihnachtssterns haben Sie ja gelernt, dass unsere Lieblings-Weihnachtsblume es weder zu feucht noch zu trocken mag. Mit ein bisschen Übung finden Sie die richtige Wassermenge aber ganz einfach heraus, versprochen.

Befühlen Sie alle 2 bis 3 Tage vor dem Gießen mit dem Finger die Erde. Sie sollte sich oben trocken anfühlen, bis in eine Tiefe von ca. 2 Zentimetern. Im Zweifel können sie die Pflanze auch hochheben. Am Gewicht merken Sie schnell, ob die Erde noch feucht oder schon angetrocknet ist. Ist die obere Schicht angetrocknet, gießen Sie die Pflanze mit zimmerwarmem Wasser in kleinen Portionen. Ihr Ziel ist es, den Ballen gleichmäßig zu durchfeuchten, ohne ihn komplett zu überschütten. Als groben Richtwert können Sie ungefähr 10 Prozent des Topfvolumens an Wasser zuführen.

Alternativ können Sie auch alle 2 bis 3 Tage zimmerwarmes Wasser in den Untersetzer füllen, sodass sich die Pflanze selbst bedienen kann. Nach 15 Minuten dann das Restwasser einfach ausschütten.

Immer beliebter werden auch die kleinen Mini-Weihnachtssterne. Da auch die Töpfe sehr klein sind und wenig Möglichkeiten zur Wasserspeicherung bieten, sollten Sie diese kleinen Pflanzen täglich gießen.

Sind Sie sich immer noch unsicher, gibt es mittlerweile übrigens auch wunderschöne künstliche Exemplare des Weihnachtssterns.

Ein eigener Gedenktag für den Weihnachtsstern

Vielleicht haben Sie auch schon einmal den Begriff „Poinsettie“ als Bezeichnung für den Weihnachtsstern gehört? Dieser Name wird auch in Deutschland immer gebräuchlicher. Er geht zurück auf Joel Roberts Poinsett, den ersten US-amerikanischen Botschafter in Mexiko. Poinsett fand 1828 wild wachsende Weihnachtssterne in Mexiko und führte sie kurze Zeit später auch in die Vereinten Staaten ein. Und die Amerikaner liebten den Weihnachtsstern. Noch heute feiert man am 12. Dezember in den USA den Poinsettia Day, zu Ehren des Todestages Poinsetts am 12.12.1951.

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