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Adventskranz: Der Zauber der Vorweihnachtszeit

Adventskranz von Valentins

Wohl kaum ein Deko-Element ist in der Vorweihnachtszeit in Deutschland so weit verbreitet wie der Adventskranz. Vier Kerzen, die nacheinander angezündet werden und mehr und mehr Wärme ausstrahlen – woher kommt dieser beliebte Brauch? Und steckt eine besondere Bedeutung dahinter?

Der Adventskranz: Ursprünglich ein Mittel gegen kindliche Ungeduld

Der erste Adventskranz erhielt bereits im Jahr 1839 seinen Einsatz – allerdings noch nicht ganz in der Form, in der wir ihn heute kennen. Es handelte sich eher um eine Mischung zwischen Adventskalender und Adventskranz. Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern gründete 1833 das „Rauhe Haus“, ein Knabenrettungshaus in Hamburg. Da er in der Weihnachtszeit der Folgejahre immer wieder von den Kindern gefragt wurde, wann denn endlich Weihnachten sei, wuchs eine Idee in ihm.

Um den Kindern einen Anhaltspunkt zu geben, wie viele Tage es noch bis Weihnachten waren, befestigte er im Jahr 1838 23 Kerzen auf einem Leuchter. Wieso 23 und nicht 24? Ganz einfach: Weil der 1. Advent im Jahr 1838 auf den 2. Dezember fiel. Und Wichern wollte den Zeitraum zwischen dem ersten Advent und Weihnachten visualisieren. Jeden Abend durfte eines der Kinder eine weitere Kerze anzünden. Die Kerzen für die Werktage waren dabei kleiner und rot, die für die Sonntage groß und weiß. So sahen auch die Knaben, die noch nicht weit zählen konnte, immer, wie lange es noch bis zum nächsten Advent oder Weihnachten dauerte.

Im nächsten Jahr waren es vom 1. Advent bis zum Weihnachtsfest allerdings schon 28 Tage. Für so viele Kerzen brauchte Wichern mehr Platz. Er befestigte die 24 roten und 4 weißen Kerzen auf dem großen hölzernen Rad einer Kutsche – dem ersten Adventskranz in runder Form. Etwa 20 Jahre später wurde das Rad, das einen Durchmesser von etwa 2 Metern aufwies, schließlich mit Tannen geschmückt.

Die Verbreitung der Idee

Als Theologe nutzte Wichern oft die Gelegenheit, von seinem Adventskranz zu erzählen. Dieser sollte die Ankunft des Lichts in der Vorweihnachtszeit, das Jesus Christus symbolisiert, verdeutlichen und der Bevölkerung Hoffnung spenden. Schnell wurde die Idee von immer mehr evangelischen Gemeinden adaptiert. 1925 begannen dann auch die ersten katholischen Kirchen, den Brauch zu übernehmen. Mittlerweile enthält sogar das katholische Buch mit Segensgebeten ein Ritual für die Segnung des Adventskranzes.

Da auch immer mehr Privatleute sich einen Kranz wünschten, aber wenige von ihnen über den Platz für ein Wagenrad von 2 Metern Durchmessern verfügten, wurden im Laufe der Jahre immer öfter die Kerzen für die Werktage weggelassen. Übrig blieben die vier Kerzen für die vier Advents-Sonntage.

In einigen Regionen Deutschlands hat sich übrigens nicht nur die Idee des Adventskranzes durchgesetzt, sondern auch Wicherns erste Form des Adventskranzes ohne Tannengrün. So werden heute vor allem im Erzgebirge und Teilen Westfalens noch Adventsleuchter aus festem Material aufgestellt. Anstatt Tannendeko weisen diese oft kunstvolle Schnitzereien oder detaillierte Deko-Figuren auf.

Adventskränze in allen Formen und Farben

Mittlerweile hat sich die Idee des Adventskranzes weit über die Grenzen Deutschlands hinaus verbreitet. In streng katholischen Gegenden Deutschlands weisen die Kerzen oft noch die liturgischen Farben der Adventssonntag auf, also eine rosafarbene Kerze für den dritten und 3 violette Kerzen für die übrigen Adventssonntage. In allen anderen Gegenden sind der Fantasie aber keine Grenzen mehr gesetzt. Ob ein traditionelles Rot, festliches Weiß oder ein modernes Pink: Ihr Adventskranz kann sich heute ganz Ihrem Geschmack und Ihrer restlichen Advents-Dekoration anpassen.

Adventskränze von Valentins

Liebevoll gestaltete Adventskränze finden Sie natürlich auch auf valentins.de – neben Advents-Sträußen, Deko und Geschenken.

Wir wünschen Ihnen eine gemütliche Adventszeit und ein traumhaft schönes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben!

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