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Amaryllis: Der Star unter den Weihnachtsblumen!

Amaryllis: Der Star unter den Weihnachtsblumen

Kaum ist der Winter vorbei, da freuen wir uns auch schon auf die Weihnachtszeit. Und das nicht nur wegen der Weihnachtsmärkte, der Feiertage und der generell gemütlichen Stimmung. Sondern auch, weil jetzt die Amaryllis wieder blühen. Imposante Blütenköpfe an edlen, hohen Stielen: Diese Blumen sind ein wahrer Blickfang, ob solo in der Vase oder als Highlight in einem gemischten Strauß!

Amaryllis als Schnittblume: Die richtige Vase verhindert vorzeitiges Abknicken!

Schon alleine wegen ihrer Größe beeindruckt die Amaryllis jeden Betrachter. Die langen Stiele sind zwar schön anzusehen, haben aber mit den üppigen Blütenköpfen auch eine hohe Last zu tragen. Wählen Sie eine hohe Vase, um die Stiele bestmöglich zu stützen und ein frühzeitiges Abknicken zu vermeiden. Als Faustregel können Sie etwa zwei Drittel der Höhe des Stiels annehmen. Haben Sie eine solche Vase nicht zur Hand, können Sie auch einen Stab von innen in den hohlen Stiel schieben. Wie bei allen Blumen sollte auch für die Amaryllis die Vase sauber und möglichst keimfrei sein. Weitere allgemeine Tipps zur Pflege von Schnittblumen

Regelmäßiger Wasserwechsel – für lange Freude unabdingbar

Im Gegensatz zu anderen Blumen kann die Amaryllis nicht nur über das angeschnittene Stiel-Ende Wasser aufnehmen. Der gesamten Stiel saugt Wasser auf. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Vase nicht zu hoch befüllen. Der Stiel weicht auf, wenn er zu hoch im Wasser steht. Unser Tipp: Füllen Sie lieber weniger Wasser in die Vase und wechseln Sie es dafür regelmäßig. Lösen Sie nach jedem Wechsel etwas Frischhaltemittel im Wasser auf.

Amaryllis anschneiden: Etwas Vorsicht ist geboten!

Amaryllis-Straeusse

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Bevor Sie Ihre Blumen ins Wasser stellen, sollten Sie den Stiel anschneiden. Seien Sie dabei etwas vorsichtig, denn der Pflanzensaft der Amaryllis ist giftig. Er kann Ihre Haut reizen. Im Idealfall streifen Sie kurz Handschuhe über. Nehmen Sie ein scharfes Messer zur Hand und kürzen Sie den Stiel durch einen geraden Anschnitt um mindestens 3 cm.

Steht Ihre frisch angeschnittene Blume im Wasser, weicht das Gewebe am Anschnitt recht schnell auf und rollt sich hoch. Dies beeinträchtigt die Lebensdauer nicht negativ. Wenn Sie sich für eine klare Glasvase entschieden haben, möchten Sie das Aufrollen aus optischen Gründen aber vielleicht vermeiden. In diesem Fall können Sie nach dem Anschnitt etwas Tesafilm oder klares Klebeband um das Stielende wickeln.

Wiederholen Sie den Anschnitt im Idealfall bei jedem Wasserwechsel, also alle 2 – 3 Tage. Allerspätestens, wenn sich das Wasser trübt oder das Stielende sich hellbraun verfärbt, sollten Sie das Wasser wechseln und die Stiele erneut anschneiden.

Der richtige Standort: Weder zu warm noch zu kalt

Auch wenn sie im Winter blüht – die Amaryllis ist recht empfindlich bezüglich der Raumtemperatur.  Achten Sie darauf, dass die Temperatur 15 °C nicht unterschreitet. Zudem sollten Sie die Blume vor frostigen Luftzügen schützen, da diese der Blüte schaden können.

Wärme verträgt die Amaryllis hingegen gut. Allerdings beschleunigt eine zu hohe Raumtemperatur den Blühprozess, sodass Ihre Blume schneller verblüht. Platzieren Sie Ihr Arrangement dementsprechend nicht auf dem Kaminsims oder in der Nähe der Heizung. Ideal ist ein Raum mit gemäßigten Temperaturen. Ein kleiner Tipp: Wenn Sie Ihr Arrangement trotzdem im Wohnzimmer präsentieren möchten, können Sie sie zumindest über Nacht in einen kühleren Raum stellen. So haben Sie deutlich länger Freude an Ihrer Augenweide.

Für mehr Kraft: Verblühte Blüten entfernen

Typischerweise hat ein Amaryllis-Stiel mehrere Blütenknospen, die sich aber nicht notwendigerweise zur gleichen Zeit öffnen. Ist eine Blüte verblüht, entfernen Sie sie, damit die Blume ihre Kraft auf die verbleibenden Blüten konzentrieren kann.

Beim Kauf Ihrer Amaryllis sollten Sie darauf achten, dass sie noch nicht aufgeblüht ist. Im Laden sieht sie so zwar vielleicht weniger imposant aus, aber Sie werden sehen, dass sie bei Ihnen zuhause schnell zu ihrer vollen Pracht erblühen wird.

Eine unkompliziertere Alternative: Wax-Amaryllis

Wax-Amaryllis

Wax-Amaryllis: Die unkomplizierte Möglichkeit, mit Amaryllis zu begeistern

Klingt das alles für Sie etwas zu kompliziert? Mittlerweile gibt es auch sogenannte Wax-Amaryllis. Die Zwiebel der Pflanze wird hier für mehrere Stunden in Wasser gestellt, damit sie sich vollsaugen kann. Anschließend wird sie in spezielles Wachs eingegossen. So wächst sie aus der Zwiebel heraus und blüht auf, ohne dass wir ein einziges Mal gießen müssen. Der Wasserspeicher hält den gesamten Blühzyklus! Die perfekte Variante, wenn Sie sich die Pflege der frischen Variante nicht zutrauen. Wax-Amayllis auf valentins.de

Tipp: Alle wichtigen Infos zur Pflege Ihrer Zimmerpflanzen finden Sie auch in unserem Artikel „Pflanzen im Winter: Das müssen wir jetzt beachten„. Falls Sie Pflanzen suchen, die wenig Pflege benötigen, sind die Trend-Pflanzen Sukkulenten vielleicht ebenfalls interessant für Sie.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Bezeichnungen Amaryllis und Ritterstern?

Im Volksmund wird die Amaryllis oft auch Ritterstern genannt. Und tatsächlich hat der Volksmund dieses Mal Recht. Streng genommen gilt seit einer Neuordnung Mitte des 20. Jahrhunderts nur noch die südafrikanische Belladonnalilie als Amaryllis. Der Ritterstern hingegen, botanisch „Hippeastrum“, wurde zu einer eigenständigen Gattung erklärt und ist demnach eigentlich keine Amaryllis mehr. Obwohl beide Pfanzen ähnlich aussehen, gibt es nämlich einen entscheidenden Unterschied: Bei der Amaryllis werden zuerst die Blätter und dann die Blüten ausgebildet, während beim Ritterstern die Blüten zuerst gebildet werden. Im Volksmund hat sich diese Neuordnung jedoch bis heute nicht durchgesetzt und wir sprechen auch weiterhin von dem Ritterstern als Amaryllis.

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