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Halloween: Woher kommt der Brauch der Grusel-Deko?

Schaurig schöne Halloween Deko

Gruselige Gespenster, böse Hexen, hässliche Kürbis-Fratzen: Wer sich aktuell auf den Straßen umschaut, entdeckt mit Sicherheit das ein oder andere schaurig-schöne Halloween Highlight. Und in immer mehr Orten ziehen Kinder von Tür zu Tür und verlangen „Süßes oder Saures“. Aber was feiern wir eigentlich an Halloween?

Halloween: Kommerzieller Klamauk oder ernstzunehmender Festtag?

„Wieder so ein Kommerz-Tag, der aus Amerika hier rüberschwappt“ – diesen Satz hört man bezüglich Halloween hierzulande in unterschiedlichen Variationen. Aber stimmt das auch? Nur bedingt. Tatsächlich hat sich das Halloween-Fest erst in Amerika zu den Ausmaßen entwickelt, in denen wir es heute kennen. Entstanden ist der sagenumwobene Abend aber lange vor der Entdeckung Amerikas auf den britischen Inseln. 

In der Religion der Kelten begann das neue Jahr in der Nacht zum 1. November mit dem sogenannten „Samhain“-Fest. Um böse Geister zu vertreiben, wurden viele Rituale zelebriert. Die Menschen verkleideten sich in möglichst abschreckenden Kostümen, um Geister abzuschrecken. Die Gemeinschaften versammelten sich um große Feuer, in die Tierknochen geworfen wurden. Auch vor Menschenopfern wurde kein Halt gemacht.

Wie so viele Rituale vermischte sich auch dieser keltische Brauch mit dem Christentum. Von Irland aus verwob sich das Samhein-Fest immer stärker mit dem Gedenken an die christlichen Heiligen. 835 ordnete Papst Gregor IV das sogenannte Allerheiligen-Fest für den 1. November an, auch „All Saints‘ Day“ oder „All Hallows‘ Day“. Und da der Vorabend christlicher Feste traditionell als „Eve“ bezeichnet wird, verkürzte sich der Vorabend, der „All Hallows‘ Evening“, schnell zu Halloween.

Erst die irischen Auswanderer brachten den Halloween-Brauch schließlich nach Nordamerika und Kanada. In einem Land, in dem wenige Traditionen existierten, konnte sich Halloween besonders schnell etablieren. So wuchs er schnell zu dem Feiertag an, den wir aus amerikanischen Filmen kennen und der seit den 90er Jahren wieder zu uns hinüberschwappt.

Aber was hat es denn bitte mit dem Kürbis zu Halloween auf sich?

Die hässlichen Geister und Hexen dienen zur Abschreckung. Aber wie kam man auf die Idee, Kürbisse auszuhöhlen und zu beleuchten? Dieser Brauch geht auf eine irische Sage zurück. Der Schmied „Stingy Jack“ lud demzufolge den Teufel auf ein Getränk ein, konnte die Rechnung aber nicht zahlen. Er überzeugte den Teufel, sich in eine Münze zu verwandeln. Anstatt mit dieser Münze aber die Zeche zu zahlen, steckte er die Münze gemeinsam mit einem Silberkreuz in seine Tasche, sodass der Teufel sich nicht zurückverwandeln konnte. Nach einer Weile befreite er ihn, nahm ihm aber das Versprechen ab, dass dieser keine Rache suchen würde.

Kurze Zeit später spielte Jack dem Teufel nochmal einen Streich. Er überredete ihn, einen Baum heraufzuklettern. Dann schnitze er ein Kreuz in den Stamm, sodass der Teufel nicht wieder hinuntersteigen konnte. Wieder befreite er ihn erst, als der Teufel versprach, sich nicht zu rächen und nicht Jacks Seele für sich zu beanspruchen.

Auch so ein gewiefter Gauner wie Jack musste irgendwann sterben. Leider ließ Gott ihn aber nicht ins Himmelreich – und der Teufel stand zu seinem Wort und wies seine Seele an den Toren zur Hölle ab. Er gab ihm eine einzelne brennende Kohle und empfahl ihm, seine eigene Hölle zu finden. Jack steckte das Stück Kohle in eine ausgehöhlte Steckrübe und wanderte mit seiner so gebauten Laterne umher. Der Vorreiter unserer heutigen Kürbis-Laternen war geboren. Ursprünglich bezog sich der Begriff „Jack O’Lantern“ auf Wanderer mit Laternen, später aber auch auf die beliebten Kürbis-Laternen selbst.

Tipp: Wer für seine Halloween-Deko nicht selbst kreativ werden möchte, findet auf valentins.de gruselig-schöne Helium-Ballons und einmalige Halloween-Sträuße, teilweise mit Blüte, die im Dunkeln leuchten!

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