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Der Muttertag: Ein Dankeschön mit Geschichte

Der Muttertag - ein Dankschön mit Geschichte

Sie hat uns jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Hat unsere Tränen getrocknet, wenn wir traurig waren und mit uns gelacht, wenn wir unser Glück kaum fassen konnten. Sie ist noch heute immer für uns da und eine unserer ersten Anlaufstellen. Unsere Mama ist einfach die Beste – und Gründe, uns bei ihr zu bedanken, gibt es definitiv genug. Aber wieso bedanken wir uns eigentlich alle immer an dem einen Tag Anfang Mai? Und wann war der Muttertag nochmal genau?

Das Wichtigste zuerst: Wann wird der Muttertag jetzt eigentlich gefeiert?

Das ist ganz leicht. In Deutschland und vielen anderen Ländern feiern wir den Muttertag immer am zweiten Sonntag im Mai. Es handelt sich also um einen beweglichen Ehrentag. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Muttertag in Deutschland nicht.

Wie aber können wir uns den Muttertag denn nun merken? Ein fixes Datum können wir uns ja leider nicht in den Kalender einspeichern. Ein kleiner Tipp: Auf valentins.de haben wir einen praktischen Erinnerungsservice für Sie entwickelt, mit dem Sie sich immer an den Muttertag erinnern lassen können. Ob eine, zwei, drei oder vier Wochen vor dem Muttertag: Wir schicken Ihnen zum gewünschten Zeitpunkt eine kurze Erinnerungsmail, damit Sie diesen wichtigen Tag nicht mehr vergessen.

Der Muttertag: Die ersten Ansätze

Der Gedanke eines Muttertages existiert schon extrem lange. Allerdings entsprang er früher eher den religiösen Glaubensrichtungen. Schon in der Antike feierten zum Beispiel die Griechen ein Fest zu Ehren der Rhea, der Mutter des Gottes Zeus. Heinrich III. führte in England im 13. Jahrhundert den „Mothering Day“ ein, an dem Familien gemeinsam den Gottesdienst besuchen und der „Mutter Kirche“ gedenken sollten. Die meisten dieser Traditionen gingen jedoch mit Wechseln der jeweiligen Herrscher verloren.

Der Muttertag in seiner heutigen Form kam aus den Vereinigten Staaten von Amerika zu uns und resultierte ursprünglich aus der Frauenrechtsbewegung. Zum ersten Mal offiziell gefordert wurde ein Muttertag im Jahr 1870 in Boston, von der Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Julia Ward Howe. In ihrer „Mothers‘ Day Proclamation“ (auf Deutsch etwa „Ausrufung des Muttertags“) rief sie jedoch nicht die Familien dazu auf, die Mütter zu feiern – Es handelte sich eher um einen Aufruf an die Mütter, sich zusammenzuschließen, dem Krieg entgegenzuwirken und Lösungen für ein friedliches Miteinander der Staaten zu finden. Wie Geschenke zum Muttertag, Ostern, Geburtstag u.v.m. verzaubern – finden Sie bei uns!

Die offizielle Anerkennung des Muttertags

Parallel zu Howe versuchte in West Virginia die Pastorenfrau Anna Maria Reeves Jarvis, einen „Mothers Friendships Day“ zu etablieren, an dem sich Mütter austauschen konnten. Schon 1858 hatte Jarvis „Mothers Days Works Clubs“ gegründet, die Spenden für wohltätige Zwecke sammelten und vor allem den Arbeiterfamilien halfen.

Jarvis widmete ihr Leben der Wohltätigkeit. Im Jahre 1904 wurden ihre Herzprobleme jedoch schlimmer, sodass sie zu ihrer Tochter nach Philadelphia zog. Die Tochter mit dem sehr ähnlichen Namen Anna Marie Jarvis pflegte ihre Mutter, bis sie 1905 schließlich starb. An ihrem zweiten Todestag im Jahr 1907 hielt Anna Marie eine Zeremonie zu Ehren ihrer Mutter und aller Mütter ab. Sie kämpfte darum, einen solchen Tag zu Ehren der Mütter landesweit zu etablieren. Während es sich bei dem von ihrer Mutter angestrebten Tag eher um einen Tag des Friedens und des Sozialdienstes handelte, sollte dieser Tag sich ganz den Müttern widmen.

1908 wurde der erste offizielle Muttertag in Grafton, dem Heimatort der Jarvis-Familie begangen. Anna Marie verteilte nach einem Gottesdienst fünfhundert Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter. Dabei sollten rote Nelken die lebenden Mütter ehren, weiße die toten.

1914 erkannte der Kongress den Muttertag schließlich an. Jedes Jahr sollte am zweiten Sonntag im Mai der Muttertag als offizieller Feiertag begangen werden.

Von Amerika in die Welt: Die Verbreitung des Muttertags

Schnell wurde der Muttertag auch in anderen Ländern gefeiert. Die Engländer, die ja unter Heinrich III bereits den „Mothering Day“ gefeiert hatten, fusionierten beide Tage und feierten den Muttertag am 4. Fastensonntag. Auch in der Schweiz, in Finnland, Norwegen, in Schweden und schließlich auch Deutschland wurde der Ehrentag schnell aufgegriffen, ebenfalls am zweiten Sonntag im Mai.

Die Deutschen feierten den ersten Muttertag am 13. Mai 1923, als betont unpolitischen Tag der Blumenwünsche für die Mütter. Die Nationalsozialisten instrumentalisierten den Tag unter ihrer Herrschaft und zelebrierten die Mütter als Heldinnen des Volkes – schließlich sollte der Fortbestand der arischen Rasse gesichert werden. So blieb leider auch nach Ende des Krieges anfangs ein fader Beigeschmack.

Muttertag und Weltfrauentag: Zwei unterschiedliche Muttertage in Deutschland?

Vielleicht ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Vor allem in den „neuen Bundesländern“ wird manchmal eher der Weltfrauentag gefeiert als der Muttertag. Diese Trennung hat historische Gründe in der Teilung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Die DDR unter dem Einfluss Russlands setzte sich bewusst vom amerikanischen Ehrentag ab und feierte stattdessen den Weltfrauentag am 8. März, der die Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen anstrebt. Generell lässt sich erkennen, dass viele Staaten mit kommunistischen Hintergründen eher den Weltfrauentag zelebrieren als den kapitalistischeren Muttertag.

Aber was ist der Unterschied zwischen den beiden Ehrentagen? Ganz klar: Das Ziel oder das Objekt, das geehrt wird. Der Muttertag war zwar ursprünglich von Anna Maria Reeves Jarvis und Julia Ward Howe als Tag zur Stärkung des Friedens und der Gemeinnützigkeit angedacht – unter der Tochter Anna Marie Jarvis rückte aber die Ehrung der Mütter in den Fokus. Es geht ganz klar darum, die Frauen für ihre Verdienste als Mütter zu ehren. Der Weltfrauentag hingegen soll die Rechte der Frauen stärken und auf Missstände in der Gleichberechtigung aufmerksam machen.

Müssen wir uns jetzt entscheiden, welchen Tag wir feiern? Nein, eigentlich nicht. Am 8. März feiern wir die starken Frauen dieser Welt. Anfang Mai hingegen bedanken wir uns bei den Müttern für ihre Dienste. Streng genommen kann sich unsere Mama also zweimal im Jahr über eine kleine Überraschung freuen. Und wir finden, das hat sie sich auch verdient.

Geschenktipps zum Muttertag

Auch wenn wir ihr etwas zum Muttertag und zum Weltfrauentag schenken: Streng genommen hat sich unsere Mama ja noch viel öfter ein Dankeschön verdient. Falls Sie nicht in der Nähe Ihrer Mama wohnen, bietet unser Valentins Blumen-Abo eine schöne Möglichkeit, Ihrer Mutter regelmäßig eine Freude zu machen. Sie sagen uns, wie oft und in welchen Abständen wir Ihrer Mama Blumen schicken sollen – und Ihrer Mama wird regelmäßig daran erinnert, wie dankbar Sie ihr sind.

Wenn Sie Ihrer Mama eine einmalige Freude bereiten möchten, haben wir Ihnen unsere Empfehlungen auf valentins.de zusammengestellt.

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