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Narzissen: Alle Infos zu den strahlenden Frühlingsboten

Narzissen

Im Volksmund sprechen wir nicht umsonst auch von der „Osterglocke“: Kaum eine Blume steht so sehr für die Frühlings– und Osterzeit wie die Narzisse. Ob in fröhlichem Gelb oder strahlendem Weiß: Narzissen verbreiten gute Laune und Frühlingsstimmung!

Von Dichtern und Pseudo-Narzissen: Die bekanntesten Arten

Wussten Sie, dass Narzissen zur Familie der Amaryllis-Gewächse gehören? Im Gegensatz zu den Weihnachtsblumen blühen Narzissen allerdings meist von Februar bis Mai. Einige wenige Arten blühen auch im Herbst und Winter. Insgesamt gibt es 30 bis 40 Arten – diese können durch verschiedene Züchtungen allerdings bis zu 24.000 verschiedene Formen annehmen.

Alle europäischen Arten gehören in Deutschland zu den „besonders geschützten Pflanzen“. Somit ist das Sammeln von Wurzeln, Wurzelstöcken, Zwiebeln und Rosetten in der freien Natur untersagt. Dieses Gebot gilt aber natürlich nicht für den eigenen Garten – hier dürfen Sie die Narzisse selbstverständlich schneiden und als Deko-Highlight ins Haus holen.

Die wohl bekanntesten Narzissen hierzulande sind die Osterglocke, botanisch Narcissus pseudonarcissus, und die weiß blühende Dichter-Narzisse, botanisch Narcissus poeticus.

Die bekanntesten Narzissenarten: Die Osterglocke (links) und die Dichter-Narzisse (rechts)

Die Narzisse als Schnittblume – ein wenig Vorsicht ist geboten

So schön sie auch anzusehen sind: Narzissen sind giftig für Mensch und Tier. Vor allem die Zwiebel enthält verschiedene Alkaloide, die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüchen und Durchfall führen können. Das heißt aber nicht, dass Sie die Frühlingsblüher meiden müssen.

Unser Tipp: Verwenden Sie beim Schneiden der Narzissen Handschuhe. So vermeiden Sie Reizungen Ihrer Haut durch den Saft der Blume. Schneiden Sie die Narzisse, solange die Knospen noch fest geschlossen sind. Sie werden sehen, dass sie sich im warmen Haus schnell öffnen. Schneiden Sie die Blüten bereits geöffnet, verblühen sie zu schnell und Sie können nur sehr kurz den wundervollen Duft genießen. Besonders kräftig duften übrigens Tazetten, die auch als „Strauß-Narzissen“ bezeichnet werden.

Wenn Sie planen, die Narzissen mit anderen Blüten zu kombinieren, sollten Sie ihnen eine kurze Quarantäne-Zeit gönnen. Stellen Sie die Stiele nach dem Anschnitt für 24 Stunden in eine eigene Vase. So strömt der giftige Saft aus, ohne die anderen Blumen zu schädigen. Nach einem Tag können Sie sie dann, ohne sie erneut anzuschneiden, mit anderen Blumen in die Vase stellen.

Einfach und unkompliziert: Narzissen-Freude im Garten

Bei Hobby-Gärtnern ist die Narzisse nicht nur wegen ihres fröhlichen Aussehens beliebt. Wenn sie am richtigen Standort gepflanzt wird, ist die Zwiebelpflanze sehr anspruchslos und bedarf wenig Pflege. Beim Pflanzen der Narzissen können Sie sich zwischen Zwiebeln oder Jungpflanzen entscheiden. Die Zwiebeln der meisten Narzissen-Sorten pflanzen Sie bereits im Herbst, Jungpflanzen hingegen im Frühling.

Wählen Sie einen sonnigen Standort mit feuchtem Bodengrund, in dem aber keine Staunässe entsteht. Der Boden sollte nicht zu kalk- oder stickstoffhaltig sein. Pflanzen Sie die Zwiebel ca. dreimal so tief ein, wie sie hoch ist. Achten Sie darauf, dass die einzelnen Zwiebeln der Gruppe genügen Platz haben (ca. halbe Wuchsbreite).  

Gießen Sie die Zwiebel nach dem Einpflanzen ausreichend an und vermeiden Sie während der Blühphase der Narzissen ein Austrocknen.  Nach der Blüte können Sie verblühte Triebe mit einem scharfen Messer entfernen. Dann ist die Chance sehr hoch, dass Sie sich auch im nächsten Frühjahr wieder über die strahlende Blütenpracht freuen können.

Übrigens können Sie auch Zimmerpflanzen nach dem Abblühen nach draußen pflanzen. Im Topf würden Ihre Narzissen im nächsten Jahr nicht noch einmal blühen – wenn Sie sie auspflanzen, haben Sie aber auch im Folgejahr noch Freude an ihnen.

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