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Ranunkeln: Merkwürdiger Name, wunderschöne Blumen!

Ranunkeln

Zugegeben: Der Name erinnert etwas an unschöne Wucherungen auf der Haut. Die Blume ist aber einmalig schön! Ranunkeln versüßen uns mit ihrer romantischen Anmutung und ihrer großen Farbvielfalt das Frühjahr und werden immer beliebter.

Zuallererst: Woher kommt der Name?

Die eigentümliche Bezeichnung geht wie so oft auf das Lateinische zurück. Das Wort „ranunculus“ (bei Harry Potter auch als Zauberspruch verwendet) bedeutet so viel wie „Fröschlein“. Zwar haben die wunderschönen Blumen keine Ähnlichkeit mit den kleinen Kröten – sie fühlen sich aber an feuchten Standorten besonders wohl und teilen sich so oft den Lebensraum mit ihren Namensgebern.

Im Volksmund werden Ranunkeln übrigens auch als „Hahnenfuß“ bezeichnet, da sie zur Familie der Hahnenfußgewächse gehören. Diese verdanken ihren Namen der Form ihrer Blätter, die oft ähnlich geformt sind wie ein Hahnenfuß.

Frühjahrsboten in vielen verschiedenen Formen und Farben

Schon im Januar geht es los: Die ersten Ranunkeln aus Holland kommen in die Geschäfte. Und machen Lust auf Frühling. Weltweit sind über 600 Ranunkel-Arten bekannt, in Mitteleuropa allerdings wachsen nur etwa 150. Die Farbwelten der Ranunkel changieren von zartem Weiß oder Rosa bis hin zu kräftigem Violett,  Rot oder Orange. Zudem gibt es den Hahnenfuß in verschiedenen Formen – immer beliebter werden gefüllte Varianten, die Pfingstrosen oft zum Verwechseln ähnlich sehen.

Auch in heimischen Gärten begeistern Ranunkeln nicht nur Hobby-Gärtner. Die Blütezeit beginnt im März, mit Höhepunkten im Mai und Juni.

Ranunkeln in der Vase: Das sollten Sie beachten

Wie viele andere Frühlingsblüher besitzen auch Ranunkeln recht weiche Stiele, die gerne etwas aufweichen. Schneiden Sie am besten alle 2 Tage ein kleines Stück der Stiele ab. Zudem sollten Sie die Vase wie bei Tulpen nicht zu hoch mit Wasser befüllen, um ein Aufweichen der Stiele zu vermeiden. Gleichzeitig ist die Ranunkel allerdings recht durstig. Behalten Sie den Wasserstand der Vase dementsprechend gut im Auge und füllen Sie oft nach.

Bedenken Sie bei der Wahl des Standortes die frühe Blütezeit der Ranunkel. Sie blüht, wenn draußen noch recht frische Temperaturen herrschen. Und mag es dementsprechend auch in der Wohnung eher kühl. Die Küche, das Schlafzimmer oder ein vor Zugluft geschützter Flur sind ideale Standorte. Keinesfalls sollte Ihr Ranunkel-Arrangement in der Nähe einer Heizung stehen.

Mit der richtigen Pflege können Sie sich 10 bis 14 Tage an Ihrer romantischen Schönheit erfreuen. Achten Sie am besten schon beim Kauf darauf, dass die inneren Blütenblätter noch geschlossen sind. So sieht die Ranunkel auf den ersten Blick zwar nicht ganz so beeindruckend aus wie ein weit aufgeblühtes Exemplar, verschenkt aber deutlich länger Freude. Hier bei Valentins verschicken wir fast alle Frühlingsblüher knospig, sodass Sie oder die Empfänger Ihres Geschenks sich lange daran erfreuen können.

Der Einsatz von Ranunkeln in der Medizin

Ranunkeln sehen nicht nur gut aus – sie werden auch für medizinische Zwecke genutzt! Wie alle Hahnenfußgewächse enthalten sie Protoanemonin, das als antibakteriell und antifungizid gilt. So wird es zum Beispiel bei der Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt. Homöopathische Auszüge sollen auch bei Erkältungen helfen.

Aber Achtung: Verzehren sollten Sie Ranunkeln und andere Hahnenfußgewächse niemals, da Protoanemonin für den Menschen giftig ist und erst durch Trocknung in ungiftiges Anemonin umgewandelt wird. Auch Hautkontakt mit reinem Protoanemonin sollten Sie möglichst vermeiden, da es sonst zu Rötungen, Juckreiz und Schleimhautreizungen kommen kann. Beim normalen, vorsichtigen Umgang mit Ranunkeln ist aber keine Gefährdung zu erwarten.  

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