Blumenwelten
Schreibe einen Kommentar

Rosen Pflege: Was ist Mythos, was hilft wirklich?

Eine Frau, die sich um die Rosen Pflege kümmert

Mit dem Hammer draufhauen oder Zucker ins Wasser mischen? Um die Rosen Pflege ranken sich viele Mythen. Aber was ist wirklich zu beachten? Wir schauen uns die bekanntesten Mythen für Sie an.

Hammerhart: Das Breitklopfen der Stiele

Die extremste Methode zuerst. Wer zum Thema Rosen Pflege recherchiert, wird früher oder später auf einen Artikel stoßen, der dazu rät, mit einem Hammer die Enden der Rosenstiele breit zu klopfen. Ein solches Vorgehen soll die harte Schale der Stiele lösen und den weicheren Stellen den Kontakt mit dem Wasser ermöglichen. So soll die Wasseraufnahme gefördert werden.

Aber stimmt das wirklich? Hilft es, wenn Sie die Stiele breitklopfen? Nein, leider nicht. Wenn überhaupt, eignet sich diese Methode nur für wirklich harte holzige Stiele, wie z. B. Äste. Für Rosen-Stiele ist sie eher kontraproduktiv, da sie die empfindlichen Leitungsbahnen quetscht. Im schlechtesten Fall verstopfen kleine sich lösende Pflanzenteilchen die Leitungsbahnen sogar ganz. So wird die Wasseraufnahme eher behindert als gefördert. Außerdem bilden sich vermehrt Bakterien, was die Lebensdauer Ihrer Rosen erheblich verkürzt.

Bessere Rosen Pflege: Ein sauberer Anschnitt

Wie aber sollten Sie Ihre Rosen behandeln, bevor Sie sie in die Vase stellen? Das ist ganz einfach: Mit dem richtigen Anschnitt. Wählen Sie ein sauberes, scharfes Messer. Rosen benötigen sehr viel Wasser, weswegen wir für eine möglichst große Aufnahmefläche sorgen möchten. Dementsprechend setzen Sie das Messer möglichst schräg an und kürzen die Rose mit einem schrägen Schnitt auf die gewünschte Länge.

Achtung: Da Sie diesen Anschnitt alle ein bis zwei Tage wiederholen sollten, gehen Sie beim ersten Kürzen aber bitte nicht allzu enthusiastisch vor.

Zuckersüß: Hilft Zucker im Wasser unseren Rosen?

Einige Experten raten Ihnen dazu, Zucker ins Wasser Ihrer Rosen zu geben. Das ist auch gar nicht falsch: Der Zucker versorgt Ihre Rosen mit Nährstoffen, die sie benötigen. Es gibt nur ein Problem: Die Konzentration des Zuckers ist recht knifflig.

Bei zu wenig Zucker erhalten Ihre Rosen zu wenig Nährstoffe. Zu viel Zucker kann von den Rosen nicht aufgenommen werden – dafür feiern die Bakterien ein kleines Freudenfest. Statt der Rosen nehmen sie den Zucker auf und vermehren sich anschließend rasend schnell. Und wir haben ja bereits gelernt, dass Bakterien die Lebensdauer Ihrer Rosen verringern. Wenn Sie also (noch) nicht zu den Schnittblumen-Experten dieser Welt gehören, gibt es deutlich einfachere Methoden, Ihre Rosen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen.

Die einfachere Variante: Schnittblumenfrisch zur Rosen Pflege

Gut, dass es Experten für alles gibt. Ob Floralife, Chrysal oder andere Firmen: Zahlreiche Fachleute haben sich bereits Gedanken zur optimalen Versorgung Ihrer Schnittblumen gemacht. Die meisten Frischhaltemittel enthalten Glukose zur Nährstoffversorgung, Zitronensäure zur Hemmung von Mikroorganismen und weitere nützliche Bestandteile. So kann die Lebensdauer Ihrer Rosen um 20 bis 50 % gesteigert werden.

Ersetzt Schnittblumenfrisch den Wasserwechsel?

Nein. Um ein gewisses Maß an Rosen Pflege kommen Sie auch durch Schnittblumenfrisch nicht herum. Leider hält sich hartnäckig der Irrtum, dass Sie nach der Beigabe von Schnittblumenfrisch das Wasser nicht mehr wechseln müssen. Das ist falsch. Auch Schnittblumenfrisch kann keine Wunder vollbringen. Für sauberes Wasser müssen wir leider selber sorgen. Mit ein paar Tipps ist das aber ganz leicht.

Schon mit der Wahl der richtigen Vase können Sie für eine lange Lebensdauer Ihrer Rosen sorgen. Glatte Innenwände lassen sich besser reinigen als geriffelte. Glatte Materialien wie Glas und Keramik sind ebenfalls leichter keimfrei zu halten als poröse Oberflächen. Aber auch bei perfekt sauberen Vasen sollten Sie das Wasser jeden bis jeden zweiten Tag wechseln. Und idealerweise bei jedem Wasserwechsel die Vase neu auswaschen.

Wasser: Das A und O bei der Rosen Pflege

Und nun kommen wir zum wichtigsten Aspekt der Rosen Pflege: Das Wasser. Wie Sie es anreichern, haben wir bereits gelernt. Aber wie viel Wasser benötigen Rosen? Die Antwort ist ganz einfach: Viel. Während es bei anderen Blumen wie z. B. Tulpen ausreicht, die Vase daumenhoch zu befüllen, freuen sich Ihre Rosen über eine hoch gefüllte Vase. Mindestens die Hälfte der Stiele sollte im Wasser stehen.

Wählen Sie lauwarmes Wasser und lösen Sie das Schnittblumenfrisch vollständig darin auf, bevor Sie die Stiele einzeln anschneiden und direkt ins Wasser stellen. Die hohe Füllhöhe der Vase bedeutet auch, dass Sie recht viele Blätter entfernen müssen. Denn Blätter, die ins Vasenwasser reichen, fördern wiederum das Wachstum von Bakterien. Was wir ja nicht wollen.

Wir hoffen, wir konnten die bekanntesten Mythen rund um die Rosen Pflege klären. Mit den hier vorgestellten Tipps sind Sie auf der sicheren Seite und können sich lange über Ihre wunderschönen Rosen freuen. Dabei wünschen wir Ihnen viel Vergnügen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.