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Rosenpreise zum Valentinstag: Warum steigen sie so stark an?

Rote Rosen zum Valentinstag

Sie gelten als der Klassiker unter den Valentinstags-Geschenken: Rote Rosen sind das ganze Jahr über beliebt – am Tag der Liebe aber steigert sich die Zahl der verkauften roten Rosen ins Unermessliche. Allerdings ärgert sich so manch ein Rosenkavalier beim Blick auf das Preis-Schild. Warum sind Rosenpreise zum Valentinstag so viel höher als sonst?

Rosenpreise zum Valentinstag: Eine Abzocke der Blumenindustrie?

Wahrscheinlich kennen Sie das auch: Viele Menschen halten den Valentinstag für einen „reinen Kommerztag“, an dem „die Blumenindustrie uns doch nur abzocken will.“ Und deswegen erhöhe jeder Blumenladen die Rosenpreise zum Valentinstag gleich mal um das Doppelte.

Das Problem an dieser Sichtweise: Der Blumenladen um die Ecke hat nur extrem wenig Einfluss auf die hohen Preise. Die Ursache für die hohen Preise für den Kunden sind eher in den Einkaufspreisen bei den Blumenlieferanten als beim kleinen Endverkäufer zu finden.

Höhere Verkaufszahlen = höhere Preise?

Aus vielen anderen Branchen sind wir eine ganz einfache Rechnung gewöhnt: Wer eine hohe Stückzahl einkauft, erhält meist einen attraktiveren Preis als jemand, der nur wenige Exemplare einer Ware kauft. Ab einer bestimmten Stückzahl erwarten wir geradezu einen Mengenrabatt. In der Blumenindustrie hingegen ist das anders: Vor großen Schenkanlässen wie dem Valentinstag oder dem Muttertag steigen die Preise der Blumenlieferanten.

Um die erhöhte Nachfrage bedienen zu können, muss ein Blumenlieferant seine Produktions-Kapazitäten am besten Verkaufstag des Jahres orientieren. Das ist fast überall der Valentinstag, da der Tag der Liebe fast weltweit am selben Tag begangen wird. Ganz im Gegensatz zum Muttertag, den viele Nationen an unterschiedlichen Tagen feiern.

Natürlich wachsen auch nach dem Valentinstag die Rosen weiter – der Lieferant kann sie aber nicht verkaufen. Oder er muss sie zu extrem niedrigen Preisen anbieten, da die Nachfrage deutlich geringer ist als zum Valentinstag. Oft liegen die Preise in diesen Monaten sogar unter den Kosten, die dem Lieferanten für die Züchtung der Blumen entstehen. Der Valentinstag muss die Verkäufe über das restliche Jahr dementsprechend mitfinanzieren. Und das schlägt sich in den Preisen nieder.

Ein weiterer Aspekt, der die Rosenpreise zum Valentinstag steigen lässt, sind die erhöhten Frachtkosten. Zum Valentinstag muss jeder Blumenproduzent sein Versandvolumen bei seinem Transporteur vervielfachen. Dieser wiederum muss aber natürlich Maßnahmen treffen, um eine solche Skalierung leisten zu können – und kann den Transport nicht zu den normalen Konditionen anbieten. Er wird den Frachtpreis deutlich anheben. Auch dieser Aufschlag zieht sich bis zum Preis im Blumenladen durch.

Können die Blumenläden etwas gegen die gesteigerten Rosenpreise zum Valentinstag unternehmen?

Die Macht der einzelnen Blumenläden ist leider begrenzt. Die meisten von ihnen kaufen ihre Blumen über Großhändler. Diese wiederum beziehen die Blumen vom Exporteur oder Kommissionär, der die Blumen direkt an der Versteigerung ersteht. Dort werden zum Valentinstag aus den oben genannten Gründen schon die Startpreise deutlich höher angesetzt als zu anderen Jahreszeiten. Die erhöhte Nachfrage lässt die Preise noch weiter in die Höhe schnellen. Mehr Bieter bedeuten fast immer auch höhere Preise.

Zum Valentinstag sind die Preise dementsprechend unberechenbar und nehmen teilweise astronomische Höhen an. Möchte der Blumenladen Rosen zum Valentinstag anbieten, muss er diese Preise jedoch zahlen und natürlich an den Kunden weiterberechnen. Schließlich muss ja auch er am Verkauf der Blumen etwas verdienen – zumal er für den Valentinstag meist zusätzliches Personal anstellen muss.

Also müssen wir die Preise einfach hinnehmen?

Tatsächlich hat in diesem Fall der Kunde die größte Macht. Überlegen Sie sich genau: Müssen es zum Valentinstag unbedingt rote Rosen sein? Rosen in anderen Farben wie zum Beispiel Rosé unterliegen einer deutlich geringeren Preisschwankung als ihre roten Artgenossen. Oder mag Ihr Schatz nicht vielleicht sogar viel lieber Tulpen? Einen bunten gemischten Strauß? Mit der Auswahl eines ganz persönlichen Straußes zum Valentinstag können Sie Ihre Liebe meist besser unter Beweis stellen als mit dem Griff zum altbewährten Klassiker.

Entscheiden Sie sich für andere Blumensorten oder Mischungen, in denen nur wenige Rosen verarbeitet sind, erhalten Sie einen deutlich prächtigeren Strauß für Ihr Geld. Wir bei Valentins gestalten schon seit mehreren Jahren Alternativ-Sträuße zum roten Rosen-Bouquet, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Tatsächlich sind roséfarbene und bunte Sträuße mittlerweile genauso beliebt wie rote Sträuße zum Valentinstag. Und auch Sträuße, die andere Blumensorten als Rosen erhalten, können Ihrer Liebe wundervoll Ausdruck verleihen.

Worauf Sie hingegen niemals verzichten sollten: Eine liebevolle Grußkarte zum Strauß. Lieber eine Rose weniger kaufen und dafür das Geld in eine Karte dazu investieren. Falls Sie nicht wissen, was Sie in die Karte schreiben sollen, haben wir Ihnen in unserem Blog ein paar Inspirationen zusammengestellt.

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